Beschaffung von Holz und Holzprodukten der Stadt und des Landes Berlin

Stadt und Land Berlin fordern - auch von Handwerksbetrieben, welche sich an entsprechenden Ausschreibungen beteiligen - einen klaren und lückenlosen Herkunftsnachweis darüber, dass die eingesetzten Hölzer und Holzprodukte tatsächlich und nachweislich aus legal und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

Bei entsprechenden öffentlichen Baumaßnahmen ist die lückenlose Nachweisführung der Holzproduktkette (Chain-of-Custody) durch die Bieter als endverarbeitende Betriebe (z.B. Schreiner, Tischler, GALA-Bauer, Zimmerer, Dachdecker) verpflichtend.

Das bedeutet, dass alle Betriebe innerhalb der Verarbeitungs- und Handelskette (engl. Chain of Custody) vom Wald bis zum Endverbraucher, welche ihre Ware als „zertifiziert" deklarieren wollen, ein eigenes Zertifikat besitzen müssen. Somit auch ein Handwerksbetrieb, als häufig letztes Glied in der Chain-of-Custody.

Weitere Informationen finden Sie bitte hier:

Das Formblatt V 248 F ist bei Ausschreibungen von Stadt und Land Berlin, bei welchem der Gesamtwert des Auftrages 500,00 EUR übersteigt, zwingend korrekt anzuwenden und umzusetzen.

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Vorsicht: Abmahnungen möglich!

Jeder Handwerker oder sonstige Dienstleister, welche sich an einer entsprechenden Ausschreibung beteiligen, bei der es um den Verbau oder die Lieferung von Holz und Holzprodukten geht, müssen in Eigenverantwortung ein genaues Augenmerk auf die Herkunft und die Zertifizierung des verwendeten Holzes legen.

Halten sich die Betriebe nicht an die Regeln, laufen sie nicht nur Gefahr, einen etwaigen Zuschlag wieder zu verlieren und ggfls. Schadensersatz leisten zu müssen, sondern auch, von Mitbewerbern oder Wettbewerbszentralen kostenpflichtig abgemahnt zu werden. Bei mindestens fahrlässigem Handeln besteht zudem nach § 9 UWG ein Schadensersatzanspruch der Mitbewerber, bei vorsätzlichem Handeln kommt eine Gewinnabschöpfung nach § 10 UWG in Betracht. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf das neben stehende Logo.

Auf die wettbewerbsrechtliche Relevanz von Falschbezeichnungen bei Holz und Holzprodukten weist die Bundesregierung explizit hin:

Eine Falsch- oder Fehldeklaration von Holzprodukten kann eine Irreführung über wesentliche Merkmale der Ware nach § 5 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 UWG darstellen. Ist eine Werbeaussage irreführend, können hiergegen gemäß § 8 Absatz 3 UWG jeder Mitbewerber sowie weitere Stellen und Einrichtungen – etwa die Verbraucherzentralen, die Wettbewerbszentrale oder der Verband Sozialer Wettbewerb e. V. – mittels Abmahnung oder gerichtlichen Unterlassungsanträgen vorgehen.

Die uns angeschlossenen Betriebe sind vor solchen Abmahnungen geschützt, da wir dauerhaft auf die korrekte Einhaltung der Herkunftsbezeichnungen achten.